23.08.2009
Bundesheer rückt zum Einsatz vor Athen aus
Schickt doch endlich Hilfe. Unsere Häuser brennen", schrie ein Einwohner des Athener Vorortes Pikermi verzweifelt ins Telefon. Doch wer soll wem helfen, wenn die Feuerfront mehr als 40 Kilometer lang ist, mehr als 20 Vorstädte und Dörfer rund um Athen bedroht werden und Winde mit Böen bis zur Stärke elf die Flammen vorantreiben? Fast auf den Tag genau nach zwei Jahren erlebt Athen eine ähnliche Katastrophe wie der Westen der Halbinsel Peloponnes.
Am 24. August 2007 waren nahe Olympia verheerende Waldbrände ausgebrochen, die eine Fläche zweimal so groß wie Berlin zerstörten. Im Sommer 2007 waren landesweit 77 Menschen bei Bränden ums Leben gekommen.
"Ich kann es nicht mehr sehen. Muttergottes hilf uns", flehte eine Frau im Dorf Agios Stefanos. Ihr Haus brannte lichterloh. Polizisten zerrten die Frau weg vom Ort des Geschehens, bevor sie hätte vom Feuer erfasst werden können. Die Flammen bahnten sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und einem furchterregendem Dröhnen und Zischen ihren Weg, zerstörten Häuser, Gärten, Wald, Autos und landwirtschaftlich genutztes Land. Unzählige Wild- und Haustiere verendeten.
Todesopfer bei Absturz eines Wasserflugzeugs
Bei einem Wasserflugzeug-Unglück im Hamburger Hafen ist gestern ein Ehepaar ums Leben gekommen. Der Pilot der Maschine des Typs Cessna 206 hat sich selbst retten können, teilte die Polizei mit. Die Maschine war aus unbekannter Ursache gekentert und trieb kopfüber im Hafenbecken. Der Pilot wollte offenbar landen, dabei überschlug sich das Flugzeug. Die Befragung des Piloten war zunächst nicht möglich, da er einen Schock erlitt. Er hatte die Einsatzkräfte darüber informiert, dass sich noch zwei Menschen in der Kabine befänden. Taucher haben sie nach der Bergung versucht zu reanimieren. Die 52-jährige Frau und der 57-jährige Mann starben später im Krankenhaus. Die Cessna war erst im Frühjahr getauft worden.
Staatsanwalt ließ auch Privatwohnung Wiedekings durchsuchen
Die Ermittlungen gegen frühere Porsche-Manager wegen des Verdachts auf Kursmanipulation rund um Volkswagen-Aktien sind offenbar umfangreicher als zunächst bekannt. Neben dem Hauptsitz von Porsche wurden nach einem Bericht des Magazins "Spiegel" bereits am Donnerstag auch die Privaträume des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking und des ehemaligen Finanzchefs Holger Härter durchsucht. Das Blatt berief sich auf Angaben der Staatsanwaltschaft Stuttgart.
Die Behörde ermittelt seit Anfang August aufgrund einer Anzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Am Donnerstag war auch die Firmenzentrale von Porsche durchsucht worden. Die Aufseher seien ursprünglich von der Frankfurter Handelsüberwachungsstelle alarmiert worden. Porsche soll im Frühjahr dieses Jahres mit Hilfe der Frankfurter Maple Bank, die ebenfalls durchsucht wurde, den Kurs der VW-Aktie auf einem gewissen Niveau stabilisiert haben, um weitere gefährliche Ausschläge des VW-Kurses zu verhindern.
Dabei geht es allerdings dem Bericht zufolge nicht um jenen Zeitraum im Oktober 2008, als der VW-Kurs eine Rekordhöhe von über tausend Euro erreichte. Im Zuge der damals geplanten Übernahme des Volkswagen-Konzerns hatte der Sportwagenbauer bereits mehr als 50 Prozent der VW-Aktien übernommen und mit Verkaufsoptionen abgesichert. Sowohl bei den Aktien als auch bei den Optionen wäre es bei unkontrollierten Kursbewegungen der VW-Papiere zu massiven Verlusten für Porsche gekommen.
Die Staatsanwaltschaft interessiert sich zudem für die unerlaubte Weitergabe von Insider-Informationen. Demnach soll Porsche-Finanzvorstand Härter im Frühjahr bei einem Treffen mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stuttgarter Landtag, Claus Schmiedel, Interna ausgeplaudert haben. Härter soll dem Politiker unter anderem erklärt haben, dass Porsche auch im laufenden Geschäftsjahr einen operativen Gewinn von 700 bis 800 Millionen Euro machen werde. Schmiedel hatte daraufhin, unter Berufung auf den Porsche-Finanzchef, diese und weitere Zahlen veröffentlicht. Die Nennung von Gewinnprognosen ist jedoch ad-hoc-meldepflichtig, wenn sie Einfluss auf den Aktienkurs haben kann.

